Von Leitwölfen und Sündenböcken zur „psychologischen Sicherheit“

ReferentInnen: ein bis zwei BeraterInnen, je nach Teilnehmergröße
Teilnehmer*innen: Online: 6 - 8; Präsenz: 10-12

Aus der Gruppendynamik ist bekannt, dass sich in Teams und Arbeitsgruppen um die Faktoren Macht, Einfluss und Führung bewusst und unbewusst Positionen bilden. Neben den formellen Rollen, wie Teamleiter etc. bilden sich in jedem Team auch die informellen Rollen, die Zusammenarbeit behindern oder fördern können. Diese informellen Rollen gehen vom Alpha, dem Leitwolf bis zum Omega, dem Sündenbock und bestimmen die implizite Rangordnung. „Psychological safety“ hilft kritische Dynamiken zu unterbinden bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen und das Team in seiner Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

Das Seminar geht folgenden und ähnlichen Fragen nach:

  • Wie lauten die typischen Rollen im Rangdynamik-Modell nach Schindler und was macht sie aus?
  • Was passiert, wenn in Gruppen einzelne zu Sündenböcken werden und welche Chancen verpasst man dadurch?
  • Was sind die Licht- und Schattenseiten, wenn eine Gruppe von einem Leitwolf geführt wird?
  • Welche Dynamiken verstärken die Bildung der Positionen und wie kann man gegensteuern?
  • Wie gehe ich als Führungskraft damit um, wenn die Rollenaufteilungen zu Spannungen führen und wie kann ich sie mit Hilfe von „psychological safety“ wieder lösen?

Anhand von Praxisbeispielen werden wir darstellen, welche Phänomene es gibt in Bezug auf verschiedene Gruppenpositionen und wie konstruktive Lösungsansätze aussehen können. Die Gäste werden dazu eingeladen, eigene Fälle zu schildern. In interaktiven Kleingruppen sollen Formen des Umgangs mit diesen Phänomenen vertieft und erweitert werden.